Großes Beet-Geflüster: Wie über Pfingsten (fast) unser ganzer Garten umgezogen ist

Hallo ihr Lieben!
Es ist wieder diese ganz besondere Zeit im Jahr. Die Eisheiligen sind vorbei, das Pfingstwochenende lag vor uns und im Garten hieß es: Ab in die Beete! Wenn ihr wie ich wochenlang Pflänzchen gehegt, pflegen und ihnen beim Wachsen zugesehen habt, wisst ihr genau, wie aufregend dieser Moment ist. Endlich dürfen die grünen Schätzchen dauerhaft an die frische Luft.
Bevor es bei uns aber überhaupt an die Gemütlichkeit des Einpflanzens ging, stand erst mal eine sportliche Runde „Dschungel-Schlagen“ auf dem Programm. Das Unkraut hatte über die letzten Wochen so kräftig Gas gegeben, dass mein Gemüsegarten kaum noch zu sehen war! Also hieß es: Ärmel hochkrempeln, Platz schaffen und den Beeten ihr Gesicht zurückgeben.

Das Tor zum Gemüsereich: Mein heimliches Highlight
Wenn man jetzt meinen Gemüsegarten betritt, geht man durch ein ganz besonderes Tor: unseren Rosenbogen. Er ist ehrlicherweise vielleicht nicht der allerneueste oder perfekteste Bogen, aber im Moment für mich ein absolut herrlicher Anblick. Auf der einen Seite wächst die Himbeere hoch, auf der anderen Seite die Brombeere. Das rankende Beeren-Tor ist für mich jetzt schon ein absolutes Highlight – und irgendwann soll auch noch ein schöner Staketenzaun drumherum einziehen. Ihr kennt das ja: Pläne für die Zukunft gibt es im Garten schließlich immer!
Der große Einzug: Von Klassikern und neuen Abenteuern
Nachdem das Unkraut gewichen war, konnte das große Pflanzenrücken beginnen! Die Liste der Umzügler ist in diesem Jahr riesig. Neben den absoluten Klassikern wie Tomaten, Gurken, Kürbis, Kohl, Radieschen, Möhren, Lauch, Sellerie, Zwiebeln und Knoblauch bin ich dieses Jahr besonders experimentierfreudig.
Neu eingezogen sind bei mir:
Zuckermais & Popcornmais: Beim Popcornmais hatte ich Glück, da durften sieben selbst vorgezogene, kräftige Jungpflanzen ins Beet ziehen! Bei meinem Zuckermais hat die Voranzucht leider nicht geklappt, den habe ich jetzt einfach direkt ins Beet gesät. Daumen drücken, dass er gut sprießt!
Die schwarze Tomate & neue Auberginen-Sorten: Ich liebe es, optische und geschmackliche Highlights auszuprobieren.
Chilis & ein neuer Kohl-Versuch: Ein bisschen Schärfe und ein neuer Anlauf beim Kohl – man lernt ja nie aus.
Spannende Projekte: Meine Kartoffeltürme und die Süßkartoffeln beobachte ich gerade mit ganz viel Vorfreude.
Für die Bohnen-Liebe: Als absolute Bohnenliebhaber haben wir fleißig gesät und hoffen jetzt auf eine reiche Ernte.
Auch unsere Kräuterecke ist explodiert: Knoblauchrauke, Currykraut, Pimpinelle und ganz besonders das heiß geliebte Maggikraut (Liebstöckel) sind bereit für die Küche.
Und fast hätte ich sie vergessen: Die Rote Bete! Meine Kleine und ich lieben sie total und wir können es kaum erwarten, sie später zu ernten.

Futter für die Starkzehrer: Hornspäne trifft Schafwolle
Weil die vielen hungrigen Pflanzen wie Tomaten, Gurken und Zucchini natürlich ordentlich Power brauchen, habe ich beim Einpflanzen direkt für die passende Stärkung gesorgt. Für meine Starkzehrer gab es beim Einzug eine extra Portion Nährstoffe. Neben den bewährten Hornspänen als Langzeitdünger im Beet habe ich dieses Jahr zum ersten Mal etwas Neues ausprobiert: Schafwolle! Ich bin super gespannt, wie den Pflanzen dieses kuschelige und nährstoffreiche Power-Bett gefällt und ob sie dadurch noch kräftiger wachsen.


Real Talk: Wenn auf der Fensterbank nicht alles nach Plan läuft
Ich versuche generell, alles selbst auszusäen. Aber wisst ihr was? Auch bei mir klappt längst nicht alles! Dieses Jahr habe ich bei manchen Sorten wohl nicht genug auf die Keimtemperatur geachtet, sodass sie gar nicht erst aufgewacht sind. Und dann war da noch die Sache mit dem Gewächshausschrank… ein bisschen zu wenig gelüftet, und schon sind mir einige Pflänzchen eingegangen.
Und mein absoluter Tipp an euch: Nehmt euch den Druck raus! Bevor ich auf die leckere Ernte verzichte, bin ich einfach in die Gärtnerei gefahren. Jetzt unterstützen mich gekaufte Paprika- und Kohlrabipflanzen. Auch eine weitere grüne Zucchini durfte mit (obwohl ich schon drei andere Sorten habe, aber Zucchini kann man schließlich nie genug haben!). Auch mein Kopfsalat wollte nicht keimen, also gab es gekaufte Salatpflänzchen, während ich im Beet einfach immer wieder frisch nachsäe, um Nachschub zu haben. Es ist völlig okay, sich Hilfe zu holen!
Chaos im Beet? Warum der Plan in der App so wichtig ist
Über Pfingsten habe ich gestartet, aber um ehrlich zu sein: Ein paar Pflanzen warten immer noch darauf, in die Erde zu kommen. Die wichtigsten sind aber geschafft!
Geplant hatte ich das alles ursprünglich mit der Fryd-App. Aber wie das im Pflanzrausch so ist: Hier war noch ein Plätzchen frei, da wirkte eine Lücke perfekt… und schwupps, weicht die Realität vom Plan ab. Mein nächster wichtiger Schritt ist es jetzt, den digitalen Beetplan im Nachhinein anzupassen. Man glaubt ja immer, man merkt sich, wo man was hingesteckt hat, aber glaubt mir, man vergisst es so unfassbar schnell!

Die große Vision: Vorratskammer-Glück
Ein bestimmtes Gericht habe ich noch gar nicht im Kopf. Mein großes Ziel für diesen Sommer ist es, uns so gut es geht selbst zu versorgen und meine Einkochbücher glühen zu lassen!
Ich träume jetzt schon von den Regalen in der Speisekammer voller selbstgemachter Tomatensoße, Ketchup, verschiedenen Zucchini-Varianten und ganz vielen Gläsern mit eingelegter Roter Bete für meine Maus und mich.
Der Grundstein ist gelegt. Jetzt heißt es gießen, pflegen, der Natur beim Wachsen zusehen und die Daumen drücken!


Meine nützlichen Garten-Helfer (Empfehlungen)
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Und da mich immer wieder Nachrichten erreichen, was ich im Garten so benutze, habe ich euch hier mal meine aktuellen Favoriten zusammengestellt. Vielen Dank für eure Unterstützung! ❤️

Zwiebelpflanzer
Mein absoluter Lebensretter beim Einpflanzen: Ohne meinen Zwiebelpflanzer (wie auf dem Bild oben zu sehen) wäre ich bei dieser Menge an Pflanzen wohl verzweifelt! Er ist aus meinem Garten absolut nicht mehr wegzudenken. Man stanzt damit im Handumdrehen perfekte, gleichmäßige Löcher aus der Erde – genial für Tomaten, Gurken & Co.

Hornspäne
Für hungrige Pflanzen: Ich schwöre im Beet auf die Hornspäne , damit Tomaten, Zucchini und Co. von Anfang an genau die richtige Stärkung für ein kräftiges Wachstum bekommen.

Pikierstäbchen
Perfekt für die Kleinsten: Für die ganz kleinen Pflänzchen oder direkt beim Aussäen kann ich euch ein Pikierstäbchen ans Herz legen. Es hilft ungemein dabei, die zarten Wurzeln beim Umtopfen nicht zu beschädigen, für mich einfach perfekt!
Meins habe ich vom
Gartengemüsekiosk.
