Als alles begann: unser Garten und die ersten Ideen
Als wir unser Haus zum ersten Mal gesehen haben, war es nicht nur das Gebäude, das uns überzeugt hat – sondern vor allem der Garten dahinter. Auch wenn er auf den ersten Blick eher wild und ungeordnet wirkte, haben wir sofort gespürt, dass hier etwas ganz Besonderes entstehen kann.
Zwischen alten Obstbäumen, verwilderten Ecken und vielen kleinen Überraschungen haben wir nach und nach entdeckt, was dieser Garten alles mitbringt – und gleichzeitig angefangen zu überlegen, was wir daraus machen möchten.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit zurück an den Anfang: warum wir uns für diesen Ort entschieden haben, was wir hier vorgefunden haben und welche ersten Ideen unseren Weg geprägt haben
Im Juli 2023 sind wir in unser neues Zuhause eingezogen. Schon bei der Besichtigung im Frühjahr hatte uns vor allem der Garten begeistert – trotz seines wilden Zustands. Die Größe, die vier bereits vorhandenen Obstbäume und die drei Hochbeete haben uns sofort überzeugt. Besonders der hintere Gartenbereich, der von keiner Seite einsehbar ist, bot einen richtig geschützten Raum – genau das, was wir uns gewünscht hatten. Für uns stand von Anfang an fest: Ein größerer Garten war ein Muss, denn zuvor haben wir in einem Reihenmittelhaus mit einem kleinen Garten gelebt, in dem wir bereits vier Hochbeete angelegt hatten. Jetzt wollten wir mehr Platz, um unsere Ideen rund um den Gemüseanbau weiter wachsen zu lassen.
Ganz zu Beginn wussten wir noch nicht genau, welche Obstbäume hier stehen. Mit etwas Recherche stellte sich heraus: ein Holzapfel, zwei Süßkirschen und ein Zwetschgenbaum. Die Früchte des Holzapfels haben wir 2023 probiert – allerdings waren sie alles andere als überzeugend. Dazu kam, dass der Baum von Holzwurm befallen war und nach einem Sturm ein größerer Ast abgebrochen ist. All das zusammen hat die Entscheidung leicht gemacht: Der Baum musste weichen.
Die ersten Gartenarbeiten waren echte Schweißaktionen. Rasen mähen, Wege freilegen, den wilden Bodendecker im Vorgarten ausgraben – da wurde schnell klar, dass wir hier richtig anpacken müssen. Mein Mann hat sogar mit einem Presslufthammer die alten Fundamente der ehemaligen Fasssauna aus dem Boden gehämmert – das sah zeitweise eher nach Baustelle als nach Garten aus. Aber genau diese Momente haben uns gezeigt: Stück für Stück entsteht hier unser eigener Ort.
Trotz all der Arbeit gab es auch die ersten kleinen Erfolge, die richtig Freude gemacht haben: Die Zucchini und Tomaten in den Hochbeeten wuchsen prächtig, und wir konnten 2024 schon die ersten Früchte ernten. Für unsere Kinder wurde der Garten ebenfalls schnell zu einem Lieblingsort – mit Trampolin für die Große und später einer Schaukel für die Kleine.
Ein besonderes Highlight war der August 2024: Wir haben ein großes Zelt aufgebaut und unsere Polterhochzeit im Garten gefeiert. Mit etwa 100 Gästen war der Garten gut gefüllt – und trotzdem fühlte es sich nicht zu eng an. Im Gegenteil: Es war genug Platz für Begegnungen, Gespräche und ganz viele schöne Momente. Gleichzeitig war für uns schon klar, dass dieser Garten noch weiter wachsen wird – und dass auch neue Obstbäume in Zukunft ihren Platz hier finden werden.
In den ersten Jahren hat sich unser Garten Schritt für Schritt entfaltet – ein grüner Rückzugsort, ein Platz für unsere Kinder zum Spielen, ein Ort für erste Ernten und große Feste. Und vor allem: ein Projekt, das noch lange nicht abgeschlossen ist, sondern sich mit uns weiterentwickelt.







