Gartenjahr 2025

Mein Gartenjahr 2025 

Wenn ich mein Gartenjahr 2025 in drei Worten beschreiben müsste, wären es: ermutigend, lehrreich und vielseitig.

 

Es war ein Jahr voller kleiner Erfolge, einiger Misserfolge   und ganz viel Freude. Besonders die Ernte-Momente     haben mich immer wieder stolz gemacht. Wenn ich Bilder geteilt habe und Rückmeldungen bekam wie „Wow, das ist aus deinem Garten?“, dann ging mir das jedes Mal runter wie Öl.

 

Das Wetter war dabei recht wechselhaft: Ein eher feuchtes Frühjahr hat vieles gut starten lassen, während später auch trockenere Phasen dabei waren. Genau das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, flexibel zu bleiben und den Garten wirklich zu beobachten, statt nur „nach Plan“ zu arbeiten.

Was gut lief und was nicht

Wie wahrscheinlich in jedem Gartenjahr gab es auch 2025 beides: echte Highlights – und Dinge, die einfach nicht funktioniert haben.

 

Richtig gut lief es bei mir wieder mit den Tomaten. Besonders die Sorte Philamina hat mich begeistert: kleine, aromatische Früchte und ein unglaubliches Wachstum bis in den Herbst hinein. Selbst im Oktober konnten wir noch ernten.

 

Auch meine Physalis waren ein echtes Erfolgserlebnis. Ich hatte zwei Sorten – eine kleinere, buschige mit süß-säuerlichen Früchten und eine große, stark wachsende Pflanze mit richtig großen Früchten. Zum ersten Mal konnten wir wirklich reife Früchte ernten.

 

Ein ganz besonderer Moment war auch mein erster eigener Spitzkohl-Erfolg. Vier Stück konnte ich ernten – und aus einem habe ich tatsächlich mein erstes Sauerkraut gemacht. Auch Brokkoli hat teilweise funktioniert, bevor er in die Blüte gegangen ist.

 

Und dann waren da noch meine Beerensträucher: dornenfreie Himbeeren und Brombeeren, die beide getragen haben. Die Himbeeren waren geschmacklich ein Traum – und die Brombeeren haben uns einen kleinen Familienmoment beschert: Einmal nicht aufgepasst und meine Tochter stand mit komplett lila verschmiertem Gesicht im Garten.

 

Natürlich lief nicht alles gut.

 

Meine Salat-Jungpflanzen waren oft schwach oder sind gar nicht richtig gekeimt.

Rotkohl habe ich zu eng gepflanzt – da konnte sich kein richtiger Kopf entwickeln.

Frühlingszwiebeln haben gar nicht funktioniert.

Die Wassermelonen haben zwar Früchte angesetzt, aber sie sind nicht mehr ausgereift.

Und mein Rosenkohl wurde schon als Jungpflanze komplett von Raupen gefressen.

 

Ich merke immer wieder: Mein größtes „Lernfeld“ ist und bleibt der Kohl.

Meine wichtigsten Learnings

Wenn ich 2025 auf eine Sache herunterbrechen müsste, dann diese:

 

👉 Pflanzen brauchen Platz.

 

Gerade beim Kohl habe ich gemerkt, dass zu enger Abstand einfach nicht funktioniert. Dazu kommt:

👉 Schutz ist entscheidend.

Ohne Abdeckung haben Schädlinge wie der Kohlweißling einfaches Spiel.

 

Ein zweites großes Learning betrifft die Anzucht:

 

👉 Die richtige Keimtemperatur macht den Unterschied.

👉 Und: frühzeitig sanft düngen stärkt die Pflanzen.

 

Viele meiner Probleme mit schwachen Jungpflanzen hätte ich damit wahrscheinlich vermeiden können.

 

Wenn ich meinem „Ich vom Frühjahr 2025“ etwas sagen könnte, dann wäre es genau das.

Gartenalltag mit Kind

2025 war meine Tochter gerade einmal ein Jahr alt und trotzdem war sie immer mittendrin.

 

Ich habe sie oft auf dem Arm durch den Garten getragen, ihr alles gezeigt und 

erklärt:

„Das ist eine Tomate.“ und „Das sind Möhren.“

 

Später, als sie laufen konnte, wurde der Garten für sie vor allem eins: ein Ort zum Entdecken  und zum Naschen.

 

Ein Moment ist mir besonders im Kopf geblieben:

Sie pflückte eine grüne Tomate  und war überhaupt nicht begeistert, dass sie sie nicht essen durfte. Die Lösung war dann eine reife, rote direkt von der Pflanze. Ab da war die Welt wieder in Ordnung.

 

Was ich in dieser Zeit auch gelernt habe:

Der Garten muss nicht perfekt sein.

 

Gerade mit Kindern und wenig Zeit kann und darf er Stück für Stück wachsen. Ich versuche, ihn so zu gestalten, dass er mir gefällt, ohne den Anspruch, alles sofort fertig haben zu müssen.

 

Ein Garten ist kein Projekt mit Endziel.

Er bleibt immer in Bewegung. Und genau das macht ihn so besonders.
 

Mein Ausblick auf 2026

Ich nehme viel aus 2025 mit und habe klare Ziele:

 

Ich möchte dem Kohl mehr Platz geben und ihn besser schützen, um endlich mehr Erfolge zu sehen.

Außerdem werde ich mehr Tomaten anbauen, weil ich gemerkt habe, dass ich für meine Pläne zur Selbstversorgung einfach größere 

Mengen brauche.

 

Ich möchte mehr ausprobieren, mutiger sein und gleichzeitig 

bewusster gärtnern.

 

Mein Ziel ist es, Schritt für Schritt mehr Lebensmittel selbst anzubauen, saisonaler zu essen und den Garten immer mehr in unseren Familienalltag zu integrieren.

 

Und vielleicht wird auch mein Regenbogenbeet endlich das, was ich mir vorstelle.

Fazit

Ein Jahr voller Lernen, Ausprobieren und Wachsen.

Und ein Jahr, das mir gezeigt hat, dass es nicht darum geht, alles sofort perfekt zu machen – sondern dranzubleiben.

 

Denn genau wie der Garten wachsen auch wir mit unseren Erfahrungen.

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