Rankhilfen

Vertikal gärtnern: Meine 5 verschiedenen Rankhilfen im Praxistest und ein neues Zucchini-Experiment

Hallo ihr Lieben!

 

Wer meinen Blog verfolgt, weiß: Ich liebe es, im Garten zu experimentieren und neue Wege auszuprobieren. Dieses Gartenjahr steht bei mir ganz unter dem Motto: mehr anbauen auf derselben Fläche. Durch die vielen verschiedenen Tomatensorten, die ich dieses Jahr testen möchte und meinen Wunsch, möglichst platzsparend zu gärtnern, musste ich mir einige Gedanken machen, wie ich den vorhandenen Platz am besten nutze.

 

Mein Mann hat mir im letzten Jahr einen Adventskalender mit verschiedenstem Saatgut geschenkt. Darunter waren auch zahlreiche Tomatensorten, die ich natürlich unbedingt ausprobieren wollte. Plötzlich standen deutlich mehr Pflanzen bereit, als ursprünglich geplant und damit auch die Frage: 

Wohin mit ihnen und woran dürfen sie hochklettern?

 

Heute nehme ich euch mit auf eine kleine Tour durch meinen Garten und zeige euch fünf ganz unterschiedliche Rankhilfen, die ich aktuell im Einsatz habe. Von der günstigen Balkon-Lösung über rustikale DIY-Projekte bis hin zum optischen Highlight ist alles dabei.

1. Die Budget-Variante für Balkon & Kübel: Einfache Bambusstäbe

 

Um den Tomaten-Ansturm zu bewältigen, habe ich zusätzliche Maurerkübel bepflanzt. Da meine DIY-Tomatenrankhilfe perfekt für die 

Palettenbeete geeignet ist, für die Kübel aber viel zu groß und aufwendig gewesen wäre, musste eine andere Lösung her.

 

Ich habe etwas Kostengünstiges, Natürliches und Platzsparendes gesucht und bin wieder einmal bei den klassischen Bambusstäben gelandet.

 

Diese Variante eignet sich meiner Meinung nach besonders gut für Balkongärtner. Sie benötigt wenig Platz, ist schnell aufgebaut und erfüllt ihren Zweck zuverlässig. Mir ist es wichtig zu zeigen, dass man auch ohne großen Garten und ohne teure Konstruktionen erfolgreich Tomaten anbauen kann.

2. Mein absoluter Favorit: Der Rosenbogen als Raumwunder

 

Wenn ihr mich nach meinem absoluten Liebling im Garten fragt, dann ist die Antwort ganz klar: der Rosenbogen.

 

Mittlerweile habe ich sogar zwei davon im Garten stehen. Natürlich sind sie praktisch für Kletterpflanzen und erleichtern teilweise auch die Ernte. Für mich steht hier aber ganz klar die Optik im Vordergrund.

 

Ein Rosenbogen schafft sofort einen neuen Raum, wirkt wie ein Eingang in einen anderen Gartenbereich und verleiht selbst kleinen Gärten mehr Tiefe. Besonders schön finde ich, dass man dafür nicht unbedingt das teuerste Modell braucht. Schon einfache Rosenbögen können eine tolle Wirkung erzielen und den Garten optisch enorm aufwerten.

 

Wenn die Pflanzen erst einmal alles überwuchert haben, entsteht daraus ein wunderschöner grüner Durchgang.

3. Natur pur: Das DIY-Ast-Tipi für Erbsen & Zuckerschoten

 

Die Idee für dieses Rankgerüst habe ich mir aus verschiedenen Gartenvideos abgeschaut. Also habe ich im letzten Jahr einfach selbst losgelegt und aus Ästen aus dem eigenen Garten und etwas Schnur ein großes Ast-Tipi gebaut.

 

Und was soll ich sagen? Es hat sich bewährt.

 

Deshalb dürfen auch dieses Jahr wieder Erbsen und Zuckerschoten daran emporwachsen. Besonders gefällt mir dabei die natürliche Optik. Das Gerüst fügt sich harmonisch in den Garten ein und wirkt fast so, als würde es schon immer dort stehen.

 

Außerdem ist diese Variante deutlich günstiger als viele gekaufte Rankhilfen und lässt sich mit wenig Aufwand individuell anpassen.

4. Vom Garten-Fail zum rückenschonenden Erntetunnel

 

Die Idee für diese Konstruktion entstand aus einem meiner größten Garten-Fails des vergangenen Jahres.

 

Das Metallgitter (eine Estrichmatte) hatte ich damals direkt und relativ niedrig im Palettenbeet angebracht. Das Ergebnis: Zum Ernten musste ich ständig in die Hocke gehen. Auf Dauer war das unglaublich unpraktisch und hat mich jedes Mal genervt.

 

Dieses Jahr wollte ich es besser machen.

 

Mit einigen übrig gebliebenen Bambusstäben habe ich die Konstruktion deutlich höher aufgebaut. Dadurch entsteht jetzt ein richtiger Klettertunnel, unter dem später bequem im Stehen geerntet werden kann.

 

Da das eigentliche Gitter erst weiter oben beginnt, habe ich zusätzlich Draht zwischen den Bambusstäben gespannt. So haben die Pflanzen bereits vom Boden aus eine Möglichkeit, nach oben zu ranken, bis sie schließlich das eigentliche Gitter erreichen.

 

Auf der einen Seite wächst eine mexikanische Minigurke, auf der anderen Einlegegurken. Da beide Sorten keine extrem schweren Früchte bilden, sollte die Konstruktion problemlos halten.

 

Und auch wenn die Pflanzen noch gar nicht vollständig eingewachsen sind: Die größere Höhe gefällt mir jetzt schon deutlich besser als die ursprüngliche Variante.

5. Das neue Kasten-Gerüst: Stabil, aber noch auf dem Prüfstand

 

Ganz neu eingezogen ist in diesem Jahr ein gekauftes Rankgitter-Stecksystem aus Kunststoff und Metall.

 

Hier wachsen meine Salatgurken, die später deutlich schwerere Früchte tragen als beispielsweise die Minigurken am Erntetunnel. Deshalb war mir eine stabile Konstruktion besonders wichtig.

 

Bislang macht das Gerüst einen robusten Eindruck. Ganz überzeugt bin ich allerdings noch nicht. Optisch trifft es ehrlich gesagt nicht ganz meinen Geschmack, da es im Vergleich zu meinen anderen Rankhilfen recht künstlich wirkt.

 

Aber manchmal zählt eben nicht nur die Optik, sondern auch die Funktion. Deshalb darf es sich in dieser Saison beweisen. Am Ende des Gartenjahres werde ich sicherlich ein genaueres Fazit ziehen können.

Mein neues Experiment: Zucchini vertikal im Kübel anbauen

 

Zum Schluss möchte ich euch noch von meinem spannendsten Experiment in diesem Gartenjahr erzählen.

 

Normalerweise nehmen Zucchinipflanzen unglaublich viel Platz ein. Da ich aber möglichst viele verschiedene Kulturen unterbringen möchte, habe ich nach platzsparenden Alternativen gesucht. Dabei bin ich immer wieder auf die Idee gestoßen, Zucchini vertikal anzubauen.

 

Genau das möchte ich dieses Jahr ausprobieren.

 

Meine Zucchinis wachsen in großen Kübeln und werden mithilfe von Bambusstäben nach oben geleitet. Dabei interessiert mich nicht nur, ob die Pflanzen gesund wachsen und gute Erträge bringen, sondern auch, ob diese Methode für Menschen mit wenig Platz funktioniert.

 

Nicht jeder verfügt über einen großen Garten. Deshalb probiere ich in diesem Jahr bewusst verschiedene Anbaumethoden aus, die sich auch auf Terrassen oder Balkonen umsetzen lassen.

 

Ob die vertikale Zucchini am Ende ein voller Erfolg wird oder eher in die Kategorie „interessanter Versuch“ fällt, werden wir gemeinsam herausfinden. Natürlich halte ich euch auf dem Laufenden!

Fazit: Das Gartenjahr bleibt spannend!

 

Ob einfache Bambusstäbe, ein romantischer Rosenbogen, ein selbst gebautes Ast-Tipi oder ein neuer Gurkentunnel, jede 

Rankhilfe hat ihre eigenen Stärken.

 

Für mich zeigt dieses Gartenjahr vor allem eines: Man braucht nicht zwingend einen riesigen Garten, um viel Gemüse 

anzubauen. Mit ein wenig Kreativität, passenden Rankhilfen und der Bereitschaft, Neues auszuprobieren, lässt sich selbst auf kleiner Fläche erstaunlich viel ernten.

 

Welche Fails oder Erfolge dieses Gartenjahr noch für mich bereithält, wird sich erst im Herbst zeigen.

 

Bis zum nächsten Mal,

 

eure Sandra von Wurzelreise

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